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Cersten Jakob
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Trainerausbildung heute – die Zeit stellt neue Anforderungen

Wer schon immer einmal etwas über das Berufsbild des Trainers erfahren wollte, war beim „Marktplatz Bildung“ im Oktober in Berlin genau richtig.

In einem anschaulichen Vortrag erläuterte die Geschäftsführerin des Instituts HSLTeam GmbH, Heike Seibt-Lübbe, die Anforderungen an diesen Beruf. Für ausgebildete Trainer besteht in der Wirtschaft und im Bildungswesen ein immer größerer Bedarf, was anhand der stetig steigenden Nachfragen gut nachzuvollziehen ist.

Im Zeitalter des Wissensmanagements hat sich die Rolle des Dozenten verändert hin zu einem Trainer. „Es reicht im Zeitalter von Google und Stiftung Warentest nicht mehr aus, in einem Seminar allein als Wissensvermittler aufzutreten. Dies können Teilnehmer mit einer Lernsoftware im Notfall auch selbst gut erledigen.“, erläuterte die Referentin und zitierte Feedbacks von Seminarteilnehmern, die genau dies als langweilig und wenig konstruktiv beschreiben.

Es geht um die Veränderung von Verhaltensweisen, Förderung von Motivation und die Unterstützung einer Teambildung. Die Methoden dazu liegen außerhalb der Methoden der reinen Wissensvermittlung und erfordern Kenntnisse aus der Psychologie, der Didaktik, Kreativitätstechniken und vieles andere. Sich dies einmal schnell selbst anzueignen oder mal „bunte Kärtchen“ einzusetzen, um einen neuen Stand zu demonstrieren, ist zu wenig, um dauerhaft zu überzeugen. Feedbacks der Seminargruppen spiegeln, wie das Training aufgenommen worden ist und ob ein Trainer wieder verpflichtet wird.

Vom Publikum wurden Fragen gestellt, unter anderem zur Abgrenzung zwischen Coaching und Training und was zu den Kenntnissen eines Trainers gehören sollte.
Frau Seibt-Lübbe stellte eine Fortbildung vor, die vom Institut HSLTeam GmbH in Kooperation mit der job-konzept GmbH angeboten wird. Dadurch ist eine 100%ige Förderung durch die Arbeitsagenturen und Jobcenter möglich.

In der 4-monatigen Train-the-Trainer-Fortbildung werden in den einzelnen Modulen umfangreiche Kenntnisse angeboten und in den ersten eigenen Trainings vor einer Gruppe auch vertieft. Es erfolgt eine Begleitung und Vermittlung bis zu den ersten Aufträgen und Anstellungen.

Von den Zuhörern wurde mit Interesse aufgenommen, dass sich oft eine sinnvolle Verknüpfung mit eigenen vorhandenen Berufserfahrungen anbietet. So kann z. B. ein Jurist oder IT-Fachmann hinterher als Trainer genau diese spezialisierten Fachkenntnisse optimal weiter vermitteln. Dies trifft ebenso für erfahrene Fachleute aus dem sozialen oder medizinisch-pflegerischen Bereich zu. Nach dem Vortrag fanden noch zahlreiche Gespräche mit einzelnen Interessenten während der Messe statt.

 

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