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Cersten Jakob
Torsten Volberg
Ertugrul Yildiz

Praxis-Tipp: Motivationsschreiben oder die berühmte Seite 3

Manche Arbeitgeber fordern bei einer Bewerbung neben dem Anschreiben und dem Lebenslauf auch ein Motivationsschreiben. Was genau ist das eigentlich? Eine ausführlichere Version des Anschreibens? Eine Textversion des Lebenslaufes? Es hat mit beidem zu tun, kann aber sehr viel mehr sein und von größerer Bedeutung.

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Immer wieder mit den eigenen Kompetenzen beschäftigen – während einer Fortbildung bei job-konzept

Ein Motivationsschreiben kann zum einen genau das sein, was das Wort bedeutet: hier wird die Motivation zum Ausdruck gebracht, die ein/e Berwerber/in in Bezug auf eine bestimmte Stelle, einen Job, eine Firma etc. hat. Informationen, die nicht in das Anschreiben passen, können hier aufgeführt werden. Auch besonders wichtige Stationen aus dem Lebenslauf können hier hervorgehoben werden. Und nicht zuletzt sollte hier auch noch einmal deutlich und konkret gemacht werden, wieso gerade diese/r Bewerber/in die richtige Person für den jeweiligen Job etc. ist.

Ein Motivationsschreiben kann aber auch ein Kurzprofil sein, wo die besonderen Fähigkeiten, Kompetenzen und Erfahrungen an konkreten Beispielen aufgezeigt werden. Diese müssen nicht zwingend etwas mit dem angestrebten Job etc. zu tun haben. Es bietet sich hier die Möglichkeit, einen positiven Gesamteindruck der eigenen Person zu vermitteln. Oder aber eine sehr individuelle Auswahl der Qualifikationen und Qualitäten des Bewerbers/der Bewerberin originell darzustellen. Ein Kurzprofil sollte zwar auch immer aktuell sein, muss aber nicht unbedingt an die jeweilige Bewerbung angepasst werden.

Für beide Varianten gilt: keine Vorformulierungen, keine Allgemeinplätze. So konkret, persönlich und individuell wie möglich. Ein Motivationsschreiben soll ergänzen, betonen und überzeugen. Es sollte nicht mehr als 500 Zeichen haben (außer es wird etwas anderes gefordert) und formal den Standard erfüllen: Briefkopf, wenn möglich namentliche Anrede, klare Gliederung (durch Überschriften oder andere Hervorhebungen), einen letzten, positiven in die Zukunft weisenden Satz (auf keinen Fall im Konjunktiv, wie „Ich würde mich freuen …“) und eine Verabschiedung mit „freundlichen Grüßen“.

Ein überzeugendes Motivationsschreiben ist eine Herausforderung. Dafür sollte man sich Zeit nehmen, denn es ist nicht einfach, die eigenen Kompetenzen kurz und prägnant darzustellen. Tatsächlich geht es darum, sich „gut zu verkaufen“. Während einer Fortbildung bei job-konzept kann die Zeit genutzt werden, um immer wieder daran zu arbeiten, sich ein Feedback einzuholen und z.B. ein Kurzprofil schon mal auf „Vorrat“ zu erstellen.



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