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Cersten Jakob
Torsten Volberg
Ertugrul Yildiz

Karneval, Fasching oder Fastnacht – heute um 11:11 Uhr beginnt er mit einem Berliner!

Eigentlich gibt es zweimal Karneval im Jahr: einmal vor Weihnachten und einmal danach. Der „große“ Karneval beginnt ca. 7 Wochen vor Ostern. Da 40 Tage vor Ostern die Fastenzeit beginnt, wird vorher alles aufgegessen, was in der Fastenzeit verboten ist. Gleiches gilt für die Fastenzeit vor Weihnachten. Deswegen wird am 11.11. der Beginn des „kleinen“ Karnevals gefeiert.

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Zutaten zum Karneval: Konfetti, Süßes, Spielkram, Verkleidung

Fleisch, Fett, Schmalz, Eier und Milchprodukte sind während der Fastenzeit verboten. Da diese Lebensmittel ohne Kühlung leicht verderblich sind, müssen sie vorher vertilgt werden. So entsteht die Tradition von in Schmalz gebackenen, eihaltigen Krapfen, Pfannkuchen oder Berlinern. Die Bezeichnungen „Karneval, Fasching oder Fastnacht“ resultieren daraus: „Fasching, Fastnacht, Fasenacht, Fasnet“ u.v.m. beziehen sich auf das Wort „Fasten“, hier im Sinn von“die Zeit vor dem Fasten“. Karneval setzt sich den lateinischen Worten „carne“ – Fleisch – und „vale“ – lebe wohl – zusammen, hier im Sinn von „die fleischlose Zeit“. Das sind die christlichen Wurzeln des Karnevals. Es gibt aber auch heidnische Wurzeln, wo der Winter oder böse Geister mit viel Lärm und Masken vertrieben wurden. Schon vor 5000 Jahren wurde in Mesopotamien einen 7-tägiges Fest gefeiert, wo Sklaven und Herren gleichgestellt waren. In Ägypten und Griechenland gab es Feste, bei denen der Frühling gefeiert wurde. Und die Römer veranstalteten bereits farbenprächtige Umzüge, bei denen ein geschmückter Schiffswagen umhergezogen wurde. Die katholische Kirche veränderte viele Brauchtümer. Der Karneval wurde auch als Ventil eingesetzt, nach dem Motto: wir lassen sie jetzt feiern, dann sind sie danach wieder fügsam. Deswegen findet der Karneval auch heute noch fast ausschließlich in katholischen Gegenden oder Ländern statt.
„Rosenmontag“: hat nichts mit der Blume zu tun, das Wort „rosen“ bedeutet „rasen, herumlaufen“
„Fettdienstag“, „Mardi gras“, „Martedi grasso“, „Fettisdagen“ – deutsch, französisch, italienisch, schwedisch für den „Fetten Dienstag“
„Aschermittwoch“: zum Zeichen der Reue streuen sich die Menschen tatsächlich für alle sichtbar Asche auf den Kopf und beginnen mit dem Fasten
Zum Schluss noch ein Tipp: in den Karnevalshochburgen ist es vollkommen sinnlos, sich spontan verabreden zu wollen. Telefonieren geht nicht, weil es zu laut ist und die Handynetze überlastet sind. Und man wird sich nicht treffen, weil es zu voll ist. Diese Probleme haben wir im Berliner Karneval nicht. job-konzept wünscht viel Spaß in der närrischen Zeit!



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