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Cersten Jakob
Torsten Volberg
Ertugrul Yildiz

job-konzept informiert: der innere Schweinehund ist immer anders

Am besten lässt sich mit dem eigenen inneren Schweinehund umgehen, wenn man erstens weiß, dass er da ist und zweitens akzeptiert, dass er da ist. Dazu braucht es zunächst einmal nur eine gewisse Ehrlichkeit sich selbst gegenüber. Es gibt viele Strategien, den inneren Schweinehund zu überwinden. Das kann nur jede/r selbst ausprobieren.

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Jede/r hat ihren/seinen eigenen inneren Schweinhund.

Manche Menschen brauchen Druck. Da ist es am besten, wenn man sich den Druck selbst macht. Also für Menschen, die unter Zeitdruck zur Höchstform auflaufen gibt es den einfachen Trick, sich selbst eine Deadline zu stellen und diese auch in den Kalender einzutragen, genauso wie andere wichtige Termine. Es sollte eine kleine „Belohnung“ geben, wenn etwas erledigt wird, vielleicht ein Stück Schokolade. Wenn die Deadline nicht eingehalten wird, kann man sich auch eine kleine „Strafe“ ausdenken, z. B. heute gibt es keine Schokolade. (Das mit der Strafe und der Schokolade ist aber Geschmackssache.)

Wenn man so gar keine Lust hat, eine bestimmte Sache zu erledigen, kann es auch helfen, sich zu fragen, warum das so ist. Gibt es einen bestimmten Grund? Gab es bei ähnlichen Aufgaben negative Erfahrungen? Vielleicht stellt man beim weiteren Nachdenken aber auch fest, dass es in einer ähnlichen Situation positive Erfahrungen gab. Wenn es zeit- und arbeitstechnisch möglich ist, kann man auch sagen: ok, heute habe ich keine Lust und kann mich nicht motivieren. In Ordnung. Dann mache ich das morgen und denke heute auch nicht weiter darüber nach!

Es gibt unendlich viele Ratschläge, wie bestimmte Dinge organisiert werden können und wie sich auch unliebsame Aufgaben erledigen lassen. Wie wäre es z. B. mit einer ganz klassischen To-Do-Liste? Auch kleinste Aufgaben sollten hier aufgeschrieben werden. Größere Herausforderungen in kleinere Teile aufdröseln. Und dann Schritt für Schritt abhaken! Schon beim Aufschreiben kann man feststellen, dass die einzelnen Aufgaben-Teile sehr unterschiedlich schwierig oder nervig oder langweilig sind. Dazwischen sind auch immer Teile, die schnell gehen, die vielleicht sogar Spaß machen. Auf alle Fälle aber macht das Abhaken Spaß.

Übrigens: Schweinehunde waren besonders kräftige, ausdauernde und mutige Hunde, die zur Wildschweinjagd genutzt wurden. Sie waren sehr wertvoll und wurden gut gepflegt. Wenn man von der Problematik der Jagd an sich einmal absieht, war der Begriff Schweinehund also positiv besetzt. Zu Beginn des vorigen Jahrhunderts verkehrte sich das ins Gegenteil, das Wort wurde zum Schimpfwort. Heute wird meistens der Ausdruck „der innere Schweinehund“ benutzt. Auch er ist negativ besetzt, da hiermit die negativen Eigenschaften Faulheit, Antriebslosigkeit, mangelnde Selbstdisziplin verbunden werden.



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