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Cersten Jakob
Torsten Volberg
Ertugrul Yildiz

Flexibilität ist angesagt – Arbeitszeit gestern, heute, morgen

Je mehr Dienstleistungen in Anspruch genommen werden, desto mehr Menschen müssen rund um die Uhr arbeiten. Das ist für manche negativ, für andere positiv. Abhängig von der Lebenssituation und vom Verdienst.

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Flexibilität ist angesagt – Arbeitszeit gestern, heute, morgen

Noch bis vor 20 Jahren war Schicht-, Nacht- und Wochenendarbeit die Ausnahme. Die überwältigende Mehrheit der Arbeitnehmer/-innen arbeitete von Montag bis Freitag irgendwann zwischen 7:00 und 18:00 Uhr. Es gab verlässliche freie Zeit für Familie, Freund/-innen, Hobbies. Heute ist das anders. Viele Menschen arbeiten zu den unterschiedlichsten Zeiten an den unterschiedlichsten Tagen. Schichtpläne und Arbeitszeiten ändern sich wöchentlich, manchmal täglich. Das hat Auswirkungen auf die gesamte Lebensgestaltung und -planung. Und auch auf die Zufriedenheit am Arbeitsplatz. Schichtarbeit fördert Stress, unsichere Arbeitsbedingungen (z. B. Arbeit auf Abruf) erhöhen den Krankenstand. Da der Dienstleistungssektor immer weiter wächst, nehmen auch die unbefriedigenden Arbeitsbedingungen zu. Viele Unternehmer/-innen sind sich dieser Problematik bewusst. Sie denken darüber nach, wie die Arbeitsbedingungen im Dienstleistungsbereich verbessert werden können: freundliche Arbeitsplätze, angenehme Pausenräume, existenzsicherndes und geschlechtsunabhängiges Einkommen, sich an der Lebenssituation der Beschäftigten orientierende Arbeitszeiten. Zukünftig gilt mehr denn je für beide Seiten: Flexibilität ist angesagt. Arbeitnehmer/-innen müssen bereit sein für mehr Schicht-, Nacht- und Wochenendarbeit und Unternehmer/-innen müssen bereit sein für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen.



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