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Cersten Jakob
Torsten Volberg
Ertugrul Yildiz

Arbeitgeber sind zuständig für gutes Betriebsklima

Unter Betriebsklima kann die Arbeitsatmosphäre verstanden werden, der Umgang mit- und untereinander. Heute geht es jedoch um das tatsächliche Klima in einem Betrieb, d.h. um die Temperaturen, die innerhalb von Räumen herrschen.

job-konzept_Betriebsklima

Hitzefrei gibt es nur in der Schule, nicht am Arbeitsplatz. job-konzept informiert über Regelungen und Empfehlungen.

Gibt es eine Pflicht zum Einbau einer Klimaanlage? Muss der Arbeitgeber für ausreichende Belüftung sorgen? Und für einen Kühlschrank, um Getränke zu kühlen? Vielleicht sogar für die Getränke selbst? Gibt es eine zumutbare Höchsttemperatur in Innenräumen? Gibt es vielleicht auch hitzefrei? Die Fragen sind leider nicht eindeutig mit „Ja“ oder „Nein“ zu beantworten, mit einer Ausnahme: Hitzefrei gibt es für Arbeitnehmer/innen nicht. Eine Raumtemperatur von 26° Celsius sollte nicht überschritten werden, da dieses der Gesundheit nicht förderlich ist. Ab 26° Celsius muss für einen Sonnenschutz gesorgt werden, es muss aber gleichzeitig genügend Tageslicht in die Räume gelangen. Arbeitgeber sind dazu angehalten für gekühlte Getränke zu sorgen. (Aber natürlich gibt es Ausnahmen.) Die zumutbare Höchsttemperatur wird in unseren Breitengraden für Innenräume mit 35° Celsius angegeben. Dann wird davon gesprochen, dass die Örtlichkeit als Arbeitsraum nicht geeignet ist.

Einige dieser Regelungen sind in der „Arbeitsstättenverordnung“ festgelegt. Andere wiederum sind nicht zwingend, sondern lediglich „arbeitswissenschaftliche Empfehlungen“. Es bleibt also dem jeweiligen Arbeitgeber überlassen, ob er für ein gutes, d.h. verträgliches Betriebsklima sorgt oder eben nicht.

Viele Mitarbeiter/innen von Großraumbüros sind im Sommer eher mit dem gegenteiligen Problem konfrontiert: Sie kommen von draußen, wo es sich manchmal wie im Ofen anfühlt, in einen Raum, der die Temperatur eines Gefrierschranks hat. Da sind dann Socken und Schals angebracht.



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